Konzertprogramme

BIRTH OF LIGHT

Inhaltlich haben wir bei unserem aktuellen Programm „Birth of Light“ den Fokus auf das Thema Geburt gerichtet. Im westlichen Weltbild spielt hierzu die „Gottesmutter“ Maria eine zentrale Rolle. Wir wollen das „das Licht der Welt erblicken“ von allen Seiten beleuchten und sowohl die Verklärung, wie wir sie etwa in goldenem Licht an Kirchenwänden sehen, wie auch die Realität im Neonlicht des Kreissaales beleuchten. Hierzu stellen wir Kompositionen, welche Christi Geburt thematisieren jenen gegenüber, welche das Licht versuchen in Tonsprache zu übersetzen. Stilistisch haben wir hierzu englische Kompositionen in den Fokus genommen und auch wieder eine thematisch passenden Kompositionsauftrag an eine junge Komponistin vergeben.

Programm

John Tavener (1944-2013)

“A hymn to the mother of God“

John Tavener (1944-2013)

“A hymn to the dormition of the mother of God“

William Horwood (1430-1484)

“Magnificat“

Thomas Tallis (1505-1585)

“O nata lux“

Eva Kuhn

“Light bulb" (Auftragskomposition)

Edward Elgar (1857-1934)

“I sing the birth"

Samuel Barber (1910-1981)

“Reincarnations"

Herbert Howells (1892-1983)

“A spotless rose"

Margaret Rizza (*1929)

“Mary slept"

Benjamin Britten (1913-1976)

“A hymn to the virgin"

Eric Whitacre (*1970)

“Lux aurumque"



Oracula

Seit jeher werden die Menschen von Orakelsprüchen angezogen. Der Zyklus Prophetae Sibyllarum gehört zu den rätselhaftesten Werken Orlando di Lassos und wird von Kennern hochgeschätzt. Die Orakelsprüche sind meist vage gehalten, schwer zu deuten, phantastisch und scheinen oft unwirklich.
Ähnliches lässt sich über surrealistische Lyrik sagen. Die Dirigenten Gerhard Polifka und Jakob Steiner wählten daher Francis Poulencs Zyklus Un soir de neige, welcher Gedichte Paul Éluards in Musik fasst, als Gegenüberstellung zu Lassos Zyklus aus. Um unser Programm abzurunden, haben wir wieder einen Kompositionsauftrag an ein Nachwuchstalent vergeben, welcher die Brücke in die Gegenwart schlägt.

Programm

Orlando di Lasso (1532-1594)

“Prophetiae Sibyllarum“

Annabel Blaschke (*2006)

“Zeitflüsse" (Auftragskomposition)

Francis Poulenc (1899-1363)

“Un soir de neige“



Aus der Tiefe ins licht

Das Programm thematisiert einen Prozess der Verwandlung. Schmerz wird zu Erlösung, Trauer zu Zuversicht und Verzweiflung zu Hoffnung. Es zeichnet diesen Weg in biblischer Weise mit der Geschichte Jesu, "seinen Liedern", den Psalmen, und liturgischen Texten nach. Die Kreuzesszene steht hier symbolisch für das unerträgliche Ausmaß an Unrecht in der heutigen Zeit. In diesem düsteren Bild brechen sich nach und nach kleine Funken Bahn, welche schließlich den Weg ins Licht und ins Paradies ebnen.

Die Dirigenten Gerhard Polifka und Jakob Steiner wählten für dieses Programm abermals Werke alter und neuester Zeit aus. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Komponisten Orlando di Lasso und Arvo Pärt.

Programm

Arvo Pärt (*1935)

“... which was the son of ...“

Carlo Gesualdo (1566-1613)

“Tenebrae factae sunt“

Bernhard Lewkovitch (*1927)

“De profundis“

Orlando di Lasso (1532-1594)

“Timor et tremor“

Katrin Klose (*1990)

“Sonnen schwärzen“ (Auftragskomposition)

Arvo Pärt (*1935)

aus 7 Magnificat Antiphons: "No. 5. O Morgenstern“

Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594)

“Surge, illuminare“

Klaudia Pasternak (*1980)

„Ave Stella Matutina“

Orlando di Lasso (1532-1594)

“Aurora lucis rutilat"

Arvo Pärt (*1935)

“Nunc Dimittis“

Morten Lauridsen (*1943)

“O Nata Lux“

Galina Grigorjeva (*1962)

“In Paradisum“



Versuchung

Das Programm beschäftigt sich mit verschiedenen Vertonungen rund um das Thema „Versuchung“.
Neben einer Uraufführung des Komponisten Burkhard Kinzler (*1963) gehört auch die Wiederentdeckung
einer Motette von Orlando di Lasso zum Programm, sowie die solistische Unterstützung durch die Harfenistin Marika Riedl.

Programm

Józef Świder (1930-2014)

“Pater Noster“

Orlando di Lasso (1532-1594)

“In viel Trübsal und Versuchung“

Heinz Holliger (*1939)

“Präludium“ & „Arioso“

Adolf Brunner (1901-1992)

“Die Versuchung Jesu“

Heinz Holliger (*1939)

“Passacaglia“

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

“Komm, Jesu, komm“

Samuel Scheidt (1587-1654)

"Vater unser im Himmelreich“

Burkhard Kinzler (*1963)

“Die schöne Schlange“ (Auftragskomposition)

Heinrich Schütz (1585-1672)

“Herr, auf dich traue ich“
"Vater unser im Himmelreich“



Gesang der Gesänge

Unser erstes Programm brachte verschiedene Vertonungen des alttestamentarischen Hoheliedes – dem Gesang der Gesänge – zur Aufführung. Darin lassen sich zauberhafte Bilder einer intensiven Liebesbeziehung finden. Es ist jedoch keineswegs eine platonische Beziehung, sondern ein äußerst körperliches Begehren und Aufeinandertreffen zweier Liebender. Seit jeher veranlasste die allegorisch ausstaffierte Sprache des Bibeltextes zahlreiche Musikschaffende dazu, den Stoff in ihrer eigenen musikalischen Ästhetik zum Klingen zu bringen. Unser Programm möchte diese sinnlichen Bilder mit kontrastierenden Werken aus alter und neuer Zeit musikalisch erlebbar machen.

Programm

Gregorianische Antiphon

"Osculetur me osculo oris sui“

Claudio Monteverdi (1567-1643)

"Pulchrae sunt genae tuae/Ferir quel petto, Silvio“

Francisco Guerrero (1527-1599)

"Ego flos campi“

Tomás Luis de Victoria (1548-1611)

"Vidi speciosam sicut columbam“

Wilhelm Keller (1920-2008)

"Gesang der Gesänge“

Josef Ramsauer (*1989)

"Antiphon“ (Auftragskomposition)

Orlando di Lasso (1532-1594)

"Quam pulchra es“

Jan Sandström (*1954)

"Surge aquilo“

Ola Gjeilo (*1978)

“Northern lights“

Melchior Franck (1573-1639)

“Ich sucht’ des Nachts in meinem Bette“

"Du bist aller Dinge schön"

"Meine Schwester liebe Braut"

Wolfram Buchenberg (*1962)

“Veni, dilecte mi!“